Digitale Transformation: Porsche integriert Blockchain

Als erstes Automobilunternehmen integriert Porsche die Blockchain in seine Fahrzeuge. Daran arbeitet der Sportwagenhersteller in Kooperation mit dem Start-up XAIN aus Berlin. XAIN gewann 2017 den „Porsche Innovation Contest“ zur Blockchain-Technologie. Dadurch ergeben sich auch im Hinblick auf die Connected-Car-Services neue Potenziale und Szenarien.

 

In zahlreichen Industrien sorgt die Thematik der Blockchain-Technologie aktuell für Aufsehen. Es handelt sich um einen der wichtigsten Tech-Trends. Eine Blockchain stellt eine dezentral organisierte Datenbankstruktur dar. Sie besteht aus einer chronologisch erweiterbaren Liste an Datensätzen, die sogenannten Blöcke. Kryptografische Verfahren verketten die einzelnen Blöcke transparent und fälschungssicher miteinander. Auf einem derartigen verteilten Protokoll für Transaktionen basiert beispielsweise die Kryptowährung Bitcoin. In der Automobilindustrie blieb das Interesse an der Blockchain bislang überschaubar. Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom aus dem Jahr 2017 hörte bislang lediglich ein Drittel der deutschen Automobilhersteller und -zulieferer von den Einsatzmöglichen der Technologie im Unternehmen.

 

Gemeinsam mit dem Start-up XAIN testet Porsche aktuell diverse Anwendungsszenarien für die Blockchain im Automobil. Dazu gehören beispielsweise die Verrieglung der Türen über die Smartphone-Applikation oder die Vergabe von Zugangsberechtigungen mit zeitlicher Befristung. Darüber hinaus arbeitet Porsche auch an neuen Geschäftsmodellen, die auf der Blockchain basieren. Im Kontext der Ver- und Entrieglung der Türen ergibt sich gegenüber der aktuellen Lösung in Connected Cars ein zeitlicher Vorteil. Aktuell vergehen zwischen dem App-Befehl und dessen Ausführung im vernetzten Fahrzeug mehrere Sekunden, da die Kommunikation zwangsläufig über die Backend-Server der zugehörigen Connected-Car-Plattform abläuft. Im Falle der Blockchain wäre eine direkte Verbindung möglich, wodurch der Umweg über den Server entfällt. Porsche beziffert die Dauer auf 1,6 Sekunden. Das entspricht einer Verkürzung um den Faktor sechs.

 


 

Quelle: Pressemitteilung Porsche

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