Connected Cars 2025: Bosch-Studie blickt in die Zukunft

In Anbetracht der über 100-jährigen Geschichte des Automobils decken die Connected Cars lediglich eine sehr kurze Zeitspanne in der Fahrzeughistorie ab. Dennoch gilt die Digitalisierung der Fahrzeuge als eine der fundamentalsten Veränderungen der Branche. Die Konnektivität der Automobile ermöglicht neuartige Services. In den letzten Jahren verzeichneten die Connected Cars bereits beachtliche Fortschritte. Dennoch befindet sich die Entwicklung noch im Anfangsstadium. Die nächsten Jahre werden weitere Veränderungen mit sich bringen. Eine Studie von Bosch wagt einen Blick in die Zukunft. Die Untersuchung mit dem Titel „Connected Car Effect 2025“ beschäftigt sich mit der Frage, welche Potenziale sich durch Connected Cars über die nächsten acht Jahre ergeben.


Die Studie „Connected Car Effect 2025“ untersucht, wie sich die Vernetzung der Automobile für Deutschland, USA und China auswirkt. Gemeinsam kommen Bosch und das Beratungsunternehmen Prognos zu dem Ergebnis, dass mit den Connected Cars bis 2025 erhebliche Verbesserung zu erwarten sind. Die Experten zeigen, dass die vernetzten Fahrzeuge künftig ein erhebliches Potenzial bieten. Derzeit stehen die Connected Cars inbesondere für Infotainment-Anwendungen. Fahrer und Insassen profitieren unterhaltenden oder informativen Services wie Music Streaming, Nachrichten, Live Traffic, Wetterdaten, oder Parkplatz-Informationen.

Wertversprechen der Connected Cars erhöht sich

Der Fortschritt der Technik eröffnet in den nächsten Jahren weitere Möglichkeiten. Dadurch erhöht sich das Wertversprechen der Connected Cars. Insbesondere auf die Kombination von Fahrassistenz- und Sicherheitssystemen mit der Internetfähigkeit der Automobile geht die Studie ein. Dank Connected Cars stehen Erkenntnisse der Sensorik oder der im Fahrzeug verbauten Kameras nicht ausschließlich dem einzelnen Assistenzsystem zur Verfügung. Stattdessen ergibt sich die Option, die erfassten Daten über die Internetverbindung an das Backend zu melden. Die Systeme der Connected Cars melden in Echtzeit Informationen zu vereisten Straßen, aktuellen Geschwindigkeitsbeschränkungen, Staus, Nebel oder freien Parkplätzen. Das ermöglicht es, nachfolgende Fahrer rechtzeitig zu warnen. Neben der Vernetzung fließt auch das Potenzial des hochautomatisierten Fahrens in die Berechnungen der Studie ein.

Erheblicher Nutzen durch Vernetzung und hochautomatisiertes Fahren

Infolgedessen ergibt sich laut den Erkenntnissen der Studie ein erheblicher Nutzen. Insgesamt vermeidet die Vernetzung der Automobile in Deutschland, USA und China jährlich mehre als 260.000 Unfälle mit Personenschäden im Jahr 2025. Dadurch kommt es zu 350.000 verletzten Personen weniger pro Jahr bei Unfällen im Straßenverkehr. Zugleich versprechen die Berechnungen Einsparungen in Höhe von 4,43 Milliarden Euro an Sach- und Schadenskosten. Connected Cars versprechen ein besseres, effizienteres Parkraummanagement in Großstädten. Die gezielte Navigation von freien Parkplätzen spart knapp 400.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein und es kommt zu ungefähr 70 Millionen Fahrstunden weniger.


Quelle: 

http://www.bosch-presse.de/pressportal/de/de/bosch-studie-zeigt-mehr-sicherheit-mehr-effizienz-mehr-freie-zeit-durch-vernetzte-mobilitaet-82818.html