Diebstahl oder Vandalismus: Mercedes-Benz warnt vor gefährlichen Straßen

Die vernetzten Fahreuge ermöglichen neuartige digitale Dienste aus unterschiedlichen Kategorien. Connected-Car-Services ordnen sich schwerpunktmäßig in die Bereiche Entertainment, Information, Navigation, Komfort und Sicherheit ein. In der letztgenannten Kategorie Sicherheit geht es um den Schutz während der Fahrt, aber auch nach der Fahrt. Während der Fahrt besitzt beispielsweise die Car-to-X-Kommunikation eine wichtige Rolle. Hierbei tauschen die vernetzten Fahrzeuge untereinander Gefahrenmeldungen aus, etwa zu Staus, Hindernissen auf der Route oder Glatteis. Derartige Gefahrenstellen werden über die Sensorik erfasst, an die Connected-Car-Plattform des Automobilherstellers gemeldet und im Backend aggregiert. Nachfolgende Automobile erhalten über die Mobilfunkverbindung eine entsprechende Benachrichtigung. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Fahrer auf potenziell gefährliche Situationen aufmerksam zu machen, die sich noch außerhalb seiner Sichtweite befinden. Die rechtzeitige Benachrichtigung erhöht das Bewusstsein für kommende Gefahrensituationen und vermindert dadurch die Unfallwahrscheinlichkeit.

 

Sicherheitsbezogene Connected-Car-Services vor oder nach einer Fahrt zielen dagegen auf Diebstähle und Parkschäden ab. So existiert beispielsweise die Option, das vernetzte Fahrzeug zu orten. Dadurch sieht der Halter, ob sich das Automobil noch an der geparkten Stelle befindet. Darüber hinaus bieten manche Automobilhersteller bereits Diebstahlbenachrichtigungen an, etwa über die zugehörige Smartphone-Applikation. Eine vergleichbare Funktion gibt es für Beschädigungen am geparkten Fahrzeug. An derartigen Security-Funktionen herrscht seitens der Kunden ein großes Interesse. Daher liegt es nahe, das Angebot im Sicherheitsbereich auszubauen.

 

Mercedes-Benz arbeitet in den USA aktuell an einer Lösung, welche den Fahrer vor gefährlichen Straßen beim Parken warnt. Der entsprechende Connected-Car-Service zielt darauf ab, präventiv Diebstählen oder Vandalismus vorzubeugen. In der ersten Testphase bekommt der Automobilhersteller Zugang zu Kriminalstatistiken von Seattle. Die Daten geben Aufschluss über die geografische Häufigkeit von Diebstählen, Vandalismus oder Überfällen. Bei der Parkplatzsuche bekommt der Fahrer mittels farblichen Markerierungen diese Informationen zu gefährlichen oder sicheren Gebieten. Die Anzeige findet allerdings zunächst über die Smartphone-Applikation statt. Grün gekennzeichnete Straßen stehen für vergleichsweise sichere Gebiete. Die weiteren Abstufungen erfolgen in den Farben Orange und Rot.

 


 

Quellen:

https://www.autonomes-fahren.de/mercedes-benz-meidet-gefaehrliche-ecken/

https://www.drive.com.au/motor-news/next-gen-mercedes-to-avoid-mean-streets-119591