Digitale Services nachträglich buchen: In-Car-Käufe bei Fahrzeugen

 

Die Digitalisierung der Fahrzeuge verändert das Geschäftsmodell der Automobilhersteller grundsätzlich. Mit der Einführung digitaler Services entstehen neue Einnahmequellen. Mitunter erfordert die Nutzung der Connected-Car-Services ein kostenpflichtiges Abonemment. Dadurch besteht die Möglichkeit, auch nach dem Verkauf eines Fahrzeugs noch Erlöse zu erwirtschaften. Allerdings entscheidet bei manchen Modellen die Konfiguration bei der Bestellung eines Neuwagens über das verfügbare Service-Portfolio. Die Konsequenz: Verzichtet der Kunde auf den Kauf kostenpflichtiger Sonderausstattung aus dem Bereich der vernetzten Dienste, stehen diese auch nachfolgenden Fahrzeughaltern nicht zur Verfügung, obwohl spätere Fahrer möglicherweise Interesse und Zahlungsbereitschaft zeigen würden.

Um das zu verhindern, bietet es sich alternativ an, ausgewählte Sonderausstattung standardmäßig bereits ab Werk zu verbauen. Die entsprechende Sonderausstattung wird aber nur kostenpflichtig freigeschaltet. Dadurch können spätere Fahrzeughalter gegen Aufpreis Extras nutzen, an denen der ursprüngliche Käufer kein Interesse hatte. Dementsprechend steht Sonderausstattung auf Abruf zur Verfügung über einen Store im Fahrzeug. Analog zu den In-App-Käufen bei Smartphone-Anwendungen tätigt der Fahrer im Bedarfsfall sogenannte In-Car-Käufe.

 

Einen ersten Schritt in Richtung solcher In-Car-Käufe macht der Automobilhersteller Daimler bei der neuesten Generation der A-Klasse. Aktuell besteht die Möglichkeit, bei einer gebrauchten A-Klasse W177 nachträglich die Dienste „Digitales Radio“ (238 Euro), Festplatten Navigation“ (654,50 Euro) sowie „Smartphone-Integration“ (297,50 Euro) nachzurüsten. Gegen Zahlung der in Klammern genannten Preise aktiviert der Hersteller die entsprechenden Software-Funktionen. Bislang begrenzen sich damit die In-App-Käufe auf eine sehr überschaubare Auswahl. Bereits seit längerer Zeit wird aber bei unterschiedlichen Herstellern diskutiert, in den Neuwagen auch hardware-bezogene Sonderausstattung zu verbauen, die gegen Aufpreis aktiviert werden kann. Damit würden die Hersteller bei der Produktion eines Fahrzeugs zwar in Vorleistung gehen, verbessern jedoch die Aussichten auf Ertragschancen nach der Auslieferung eines Modells.

 


 

Quelle: https://blog.mercedes-benz-passion.com/2018/12/on-demand-ausstattungen-der-neuen-a-klasse-verfuegbar/

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