Here Open Location Platform: Deutsche Premium-OEMs kooperieren bei Car2X-Kommunikation

Nach der Übernahme des Kartendienstes HERE kooperieren die drei deutschen Premium-Automobilhersteller bei der Car2X-Kommunikation. Auf Basis der Open Location Platform aggregieren die drei besagten OEMs die Sensordaten ihrer Connected Cars. Das ermöglicht die Warnung des Fahrers vor Gefahrensituationen, die noch außerhalb dessen Sichtfeld liegen.


Im Jahr 2015 kündigten die OEMs Audi, BMW und Daimler die Übernahme des Kartendienstes HERE von Nokia an. Langfristig gesehen kommt hochpräzisen Kartenmaterialien im Hinblick auf das autonome Fahren eine wichtige Bedeutung zu. Allerdings verwenden die genannten Hersteller die Karten zunächst für ihre Connected-Car-Services. Auf Basis der Daten betreibt HERE eine sogenannte Open Location Platform für die Car2X-Kommunikation.

Grundsätzlich melden bei Car2X-Kommunikation die Connected Cars über die Sensorik erfasste Werte an das zugehörige Backend der jeweiligen Connected-Car-Plattform. Die Sensordaten beziehen sich beispielsweise auf registrierte Gefahrenstellen wie das Ende von Staus, Hindernisse auf der Route oder Glätte auf der Straße. Das erlaubt es, nachfolgende Fahrer über die Head-Unit im Fahrzeug vor den identifizierten gefährlichen Positionen zu warnen. Der Autofahrer erhält folglich einen Hinweis, bevor die gemeldete Gefahrenstelle überhaupt in seinem Sichtfeld liegt. Das erhöht die Sicherheit auf den Straßen.

Je mehr vernetzte Fahrzeuge ihre Sensordaten an das Backend melden, desto zuverlässiger werden die Meldungen. Demnach steigt der Wert des entsprechenden Services mit der Anzahl der teilnehmenden Connected Cars an. Aus diesem Grund erscheint es aus Sicht von Audi, BMW und Daimler nachvollziehbar, zu kooperieren. Die drei OEMs planen, künftig an die Open Location Platform von HERE ihre Sensordaten melden. Auf der Plattform werden die Daten ausgewertet und aggregiert. Anschließend erhalten die vernetzten Automobile der teilnehmenden Hersteller in Echtzeit Warnungen vor Gefahrenstellen. Weitere OEMs sind eingeladen, ebenfalls der Plattform beizutreten. Als erster OEM will BMW die Open Location Platform im Laufe des Jahres 2017 aktiv nutzen.

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