Digitale Services im vernetzten Automobil: kostenpflichtige Sonderausstattung oder gratis Angebot?

Digitale Innovationen gehen für etablierte Automobilhersteller mit anderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einher. Entwicklung und Betrieb von Connected-Car-Services stellen vor neue, unbekannte Herausforderungen. Im Zuge der Digitalisierung der Fahrzeuge wandelt sich das Produktverständnis fundamental. Fahrzeuge ohne Konnektivität waren seitens des Herstellers mit Verlassen der Produktion in ihrer Entwicklung abgeschlossen. Vernetzte Automobile werden dagegen auch nach der Auslieferung an den Kunden kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Dienste, ausgerollt durch drahtlose Updates, ermöglichen neue Funktionen. Mitunter veröffentlichen die Automobilhersteller Software-Upgrades, die sogar das Fahrverhalten des Autos auf der Straße betreffen. Neben dem veränderten Produktverständnis setzt die Entwicklung digitaler Dienste die Integration neuer Partner voraus. Dadurch wandelt […]

Verfahren zum Patentstreit zwischen Daimler und Nokia beginnt

Die Vernetzung der Automobile erhöht durch die notwendige Integration digitaler Technologien in die Fahrzeugarchitektur zwangsläufig die Komplexität. Das begünstgt einerseits die Fehleranfälligkeit und erfordert geeignete Maßnahmen, um drohende Probleme zu vermeiden oder zumindest frühzeitig zu erkennen. Andernfalls drohen unzufriedene Kunden aufgrund instabiler oder unzuverlässiger Dienste. Andererseits verlagern sich durch die Digitalisierung die Geschäftsaktivitäten in die Bereiche der Informations- und Kommunikationstechnologie. Letztere gehören nicht zum originären Kompetenzprofil der Automobilhersteller. Infolgedessen resultiert die Gefahr, möglicherweise bereits bestehende Patente zu verletzen, da auf dem undurchsichtigen Gebiet des Mobilfunks bereits zahlreiche Patentanmeldungen existieren. Ein solcher Sachverhalt ist Gegenstand des in München beginnenden Verfahrenskomplexes unter […]

Big Data: Daimler setzt auf Cloud-Plattform

Die notwendige digitale Transformation erfordert Fähigkeiten, die nicht zum originären Kompetenzprofil der Automobilhersteller gehören. Darüber hinaus setzt das Angebot von digitalen Innovationen den Aufbau neuer Plattform-Infrastrukturen voraus. Ein wichtiger Aspekt stellt in diesem Kontext die intelligente Analyse großer Datenmengen dar (Big Data). Dafür nutzte Daimler bislang eine On-Premise-Plattform mit eigenen Servern, die allerdings hinsichtlich der Skalierbarkeit an ihre Grenzen stieß.   Aus diesem Grund setzt das Unternehmen künftig auf eine Cloud-basierte Plattform, um datengetriebene Innovationen zu veröffentlichen. Dabei kooperiert Daimler mit Microsoft: Die Plattform basiert auf der Azure-Lösung von Microsoft. Das verdeutlicht die Bedeutung von Partnerschaften im Geschäftsmodell der vernetzten […]

Digitale Services nachträglich buchen: In-Car-Käufe bei Fahrzeugen

  Die Digitalisierung der Fahrzeuge verändert das Geschäftsmodell der Automobilhersteller grundsätzlich. Mit der Einführung digitaler Services entstehen neue Einnahmequellen. Mitunter erfordert die Nutzung der Connected-Car-Services ein kostenpflichtiges Abonemment. Dadurch besteht die Möglichkeit, auch nach dem Verkauf eines Fahrzeugs noch Erlöse zu erwirtschaften. Allerdings entscheidet bei manchen Modellen die Konfiguration bei der Bestellung eines Neuwagens über das verfügbare Service-Portfolio. Die Konsequenz: Verzichtet der Kunde auf den Kauf kostenpflichtiger Sonderausstattung aus dem Bereich der vernetzten Dienste, stehen diese auch nachfolgenden Fahrzeughaltern nicht zur Verfügung, obwohl spätere Fahrer möglicherweise Interesse und Zahlungsbereitschaft zeigen würden. Um das zu verhindern, bietet es sich alternativ an, […]

Connected Cars: Volkswagen und Microsoft kooperieren

Im Geschäftsmodell der vernetzten Fahrzeuge besitzt die Komponente der Partnerschaften eine hohe Bedeutung. Die Automobilhersteller gehen Kooperationen mit unterschiedlichen Akteuren ein, die ihrerseits wertvolle Kompetenzen und Ressourcen in die Wertschöpfung einbringen. Unter den Partnern befinden sich beispielsweise Mobilfunkprovider, welche die erforderliche Internetverbindung zwischen dem Connected Car und der zugehörigen Plattform realisieren. Ebenfalls eine wichtige Rolle nehmen sogenannte Komplementäranbieter ein. Hierbei handelt es sich um Drittanbieter, die Daten, Inhalte oder komplette digitale Services für die Connected-Car-Plattformen der Fahrzeughersteller anbieten. Derartige Angebote erweitern das Service-Portfolio und tragen somit zu einer Wertsteigerung des Ökosystems bei. Als dritten Schlüsselpartner im Connected-Car-Geschäftsmodell gelten IT-Dienstleister. Entsprechende […]

Digitale Innovationen im vernetzten Automobil: Veränderungen und Herausforderungen für die Hersteller

Die Vernetzung der Fahrzeuge führt zu tiefgreifenden Veränderungen für die Automobilindustrie. Mit der Entwicklung und dem Management der Connected-Car-Services gehen Herausforderungen für die Fahrzeughersteller einher. Die neuen Dienste im vernetzten Automobil stellen digitale Innovationen dar. Derartige digitale Innovationen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Charakteristika erheblich von der Entwicklung physischer, materieller Produkte. Das erfordert ein Umdenken bei den Automobilherstellern und die Abkehr von etablierten, altbekannten Praktiken und Vorstellungen. In der Praxis besitzt die Thematik der Connected Cars seit mehreren Jahren eine hohe Relevanz. Die Automobilhersteller etablierten Connected-Car-Plattformen, um die zugehörigen digitalen Services zu realisieren und das Portfolio kontinuierlich zu erweitern. Hinter den […]

Start-up Kooperationen im Geschäftsmodell der Connected Cars

Auf dem diesjährigen Wissenschaftsforum Mobilität (veranstaltet von der Universität Duisburg-Essen) präsentierte der Lehrstuhl für Innovations- und Dienstleistungsmanagement der Universität Stuttgart erste, vorläufige Ergebnisse zu einem Forschungsprojekt, das sich mit Start-up Kooperationen im Geschäftsmodell der vernetzten Fahrzeuge befasst.   Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Automobilbranche Die Digitalisierung, einer der bekannten Megatrends hinter dem aktuellen Umbruch der Automobilindustrie, führt zu weitreichenden Veränderungen. Dadurch werden letztendlich in und außerhalb der vernetzten Fahrzeuge digitale Services ermöglicht. Da sich infolgedessen für die Automobilhersteller die Chance eröffnet, die Connected-Car-Services teilweise separat zu vermarkten, entsteht ein ergänzendes Geschäftsmodell (weiterführende Informationen zum Geschäftsmodell der Connected Cars). In […]

Mercedes integriert Augmented Reality in Connected Cars

Die Markteinführung der neuen A-Klasse (W177) geht mit zahlreichen Innovationen im Bereich der Connected-Car-Services einher. Im Fahrzeug kommt das neue Infotainmentsystem MBUX zum Einsatz (connected-cars.net berichtete). MBUX unterstützt beispielsweise die Car-to-X-Kommunikation und verfügt über eine neuentwickelte, intelligente Sprachsteuerung. Darüber hinaus integrierte Mercedes-Benz erstmalig einen digitalen Dienst basierend auf Augmented Reality. „Augmented Reality“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „erweiterte Realität“. Die vom Nutzer wahrgenommene Realität wird softwaregestützt erweitert. In den Connected Cars von Mercedes-Benz steht künftig der Sercvice MBUX Augmented Reality zur Verfügung. Der digitale Dienst erweitert die Navigation um nützliche Informationen. Das Prinzip: Eine Frontkamera zeichnet die Realität vor dem Fahrzeug […]

Mercedes me connect: neues Erlösmodell bei Connected-Car-Services

  Mit der Einführung der neuen A-Klasse (W177) ergeben sich in puncto Connectivity einige Neuerungen. Zu den Highlights gehört das innovative Infotainmentsystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience). Die Neuentwicklung überzeugt mit Widescreen-Display, Touch-Funktionalität und eigener Sprachsteuerung. Außerdem kommt erstmals künstliche Intelligenz in den Connected Cars mit dem Stern zum Einsatz (connected-cars.net berichtete). Unklar blieb bislang allerdings, inwiefern sich dadurch bei Mercedes me connect das Geschäftsmodell der vernetzten Automobile verändert. Die exakten Preise sind bis dato weiterhin unbekannt. Wie die Daimler AG jedoch in einer Pressemitteilung bekanntgab, wird bei der kommenden A-Klasse ein neues Erlösmodell verfolgt.   Demnach fasst Mercedes-Benz bei der […]

Eigene Sprachsteuerung und künstliche Intelligenz im Infotainmentsystem MBUX

Die Präsentation der neuen A-Klasse (W177) steht kurz Bevor. Am kommenden Freitag zeigt Daimler erstmals das Design des Kompaktwagens, im März kommt das Fahrzeug in den Markt. In der A-Klasse feiert das neue Infotainmentsystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience) seine Premiere. Das Infotainmentsystem MBUX stellte Mercedes-Benz bereits Anfang des Jahres auf der CES 2018 in Las Vegas vor. Mit MBUX läutet der Stuttgarter Automobilhersteller eine neue Ära der Connected Cars mit dem Stern ein. Das Infotainmentsystem bildet neben der Smartphone-Applikation und dem Webportal das Frontend der Connected-Car-Plattform Mercedes me connect.   Im Rahmen der Veranstaltung „Technologieführer der Automobilindustrie stellen sich vor“ […]

Geschäftsmodell „Connected Car“ – Analyse von Geschäftsmodellen für vernetzte Fahrzeuge

  Die Automobilindustrie vollzieht mit Megatrends wie den Connected Cars, der Elektromobilität oder dem Carsharing einen tiefgreifenden Wandel. Dadurch entstehen neben dem traditionellen Fahrzeugverkauf zusätzliche Geschäftsmodelle – die Automobilhersteller betreiben mittlerweile Geschäftsmodell-Portfolios.  Im Kontext der Connected Cars bietet die Vernetzung der Fahrzeuge die Möglichkeit, über kostenpflichtige Sonderausstattung Erlöse zu generieren. Im weiteren Verlauf folgt eine detaillierte Analyse der Geschäftsmodelle für Connected Cars.   Business Model Canvas von Osterwalder und Pigneur Ein Geschäftsmodell beschreibt die Art und Weise, wie ein Unternehmen seine Wertschöpfung betreibt. In den letzten Jahren befassten sich unterschiedliche Autoren intensiv mit der Geschäftsmodell-Thematik. Es zeigt sich der Konsens, […]