Toyota gründet Konsortium für Connected Cars

 

Connected Cars produzieren ein hohes Datenvolumen. Besagte Daten bieten ein großes Potenzial für die unterschiedlichsten Connected-Car-Services. Auf der anderen Seite fordert deren Handhabung geeignete Big-Data-Kompetenzen. Die Datenmengen werden künftig kontinuierlich ansteigen. Darauf reagiert Toyota mit einem Konsortium, dem unter anderem Intel und Ericsson angehören.


 

Nach Einschätzung von Toyota tauschen die Connected Cars mit den zugehörigen Servern der Plattform-Landschaft bis zum Jahr 2025 monatlich zehn Exabyte an Daten aus. Das übersteigt die Datenmenge, die ein vernetztes Fahrzeug heutzutage produziert, um den Faktor zehn. Die Handhabung derartiger Datenmengen stellt eine Herausforderung dar. Das gilt insbesondere für Automobilhersteller, deren ursprüngliche Kernkompetenz nicht im IT-Segment, sondern in der Entwicklung und Produnktion von Fahrzeugen verortet war. Da liegt es nahe, die Ressourcen zu bündeln und entsprechende Kompetenzen im Rahmen von Kooperationen aufzubauen. Der japanische Hersteller Toyota gab im August die Grüdnung eines „Automotive Big Data“-Konsortiums bekannt, dem folgende Unternehmen angehören:

  • Toyota (Automobilhersteller)
  • DENSO Corporation (Automobilzulieferer)
  • Ericsson (Telekommunikationsunternehmen)
  • Nippon Telegraph and Telephone Corporation (Telekommunikationsunternehmen)

 

Das Ziel des Konsortiums liegt laut offizieller Pressemitteilung von Toyota darin, ein Ökosystem für Connected Cars zu entwickeln, um darüber Cloud-basierte Services anzubieten. Der prognostizierte Anstieg an Daten durch die vernetzten Fahrzeuge führe zum Bedarf an neuen Netzwerk-Architekturen und IT-Infrastruktur. Der Fokus richte sich auf den Ausbau der Netzwerk-Kapazitäten, um „Automotive Big Data“ bewältigen zu können. Um das zu erreichen, nennt Toyota neben einem effizienten Netzwerkdesign das „Edge Computing“ als Lösung. Beim Edge Computing handelt es sich um eine denzentral organisierte Form der Datenverarbeitung. Hierbei findet die Datenverarbeitung nicht mehr zentral in Rechenzentren statt, stattdessen verschieben sich die Daten beziehungsweise Services an den Netzwerkrand. Als Ressourcen des Edge Computings dienen die Endgeräte, die nicht zwingend über eine permanente Verbindung zum Internet verfügen müssen (hier: die Connected Cars). Letztendlich soll das Automotive-Big-Data-Konsortium neue Möglichkeiten im Hinblick auf die Connected-Car-Services schaffen. Als konkrete Beispiele führt Toyota verbesserte Assistenzsysteme mit Cloud-Computing-Anbindung oder Karten mit Echtzeit-Daten an.

 


 

Quelle: http://newsroom.toyota.co.jp/en/detail/18135029